Ushuaia

Ushuaia

3.März 2025, Ushuaia

Spätsommer in Feuerland. Das Wetter ist kühl, 12 Grad, leichter Wind, immer wieder sprühen die Wolken ein paar Tropfen von den Bergen an die Küste. Die Sonne scheint. So gut ist das Wetter selten am Ende der Welt.

Ushuaia (ausgesprochen Usuaja), Argentinien die südlichste Stadt der Welt. Und ganz nah am Ende der Welt, el fin del mundo. Viele Orte reklamieren diesen Titel für sich: Kap Finisterre, Finistère, Land‘s End. Aber hier stimmt es, zumindest für einen Europäer, der 14.000 Kilometer von seinem Zuhause entfernt ist. Südlich nur noch ein Stück Chile, dann die Antarktis.

Wir steigen den Berg hoch, an dem am unteren Ende unser Hostel liegt. Raus aus der Stadt, Richtung Gletscher Martial. Der Boden ist feucht, es hat die ganze Nacht in Strömen geregnet. Durch einen Scheinbuchenwald: Hohe Bäume mit winzigen Blättern, die rissigen Stämme in mit Flechten ummantelt. Oben öffnet sich der Wald für einen grandiosen Blick auf Berge und den Gletscher Martial. Für Argentinier und Chilenen ist es nur ein Klecks Schnee, denn weiter im Norden in den Anden reihen sich die imposantesten Gletscherzungen aneinander. Wir staunen trotzdem. Der Boden ist wasserdurchdrungen, turbal, Moor. Mein Schuh bleibt stecken, an den Hosenbeinen bis zur Wade Schlamm.

Hier oben, zwischen Moor und Wald, wächst die Calafate-Beere, eine Berberitzenart, die besondere Kräfte haben soll und jeden, der sie isst, immer wieder nach Patagonien zurückbringt. Ich probiere vorsichtig eine der roten Früchte am Wegrand, ein bisschen langweilig schmeckt sie, aber nicht bitter. Wir wandern jetzt oben, am Waldrand, an einem kleinen See entlang und treffen zwei Amerikaner mit ihrem argentinischen Guide. Auch sie pflücken Beeren. Ich zeige auf die roten Beeren: Calafate? Nein, nicht die roten Beeren! Violetas! Calafate sind violett, und sie hängen in einem stacheligen Busch. Der Argentinier zeigt mir die richtigen. Und die haben tatsächlich einen markanten, süßen Geschmack, wie Blaubeeren. Meine Finger sind vom Saft rot. Die roten Beeren, lese ich später, sind Krähenbeeren. Immerhin nicht giftig, zu meinem Glück, auf den Falklandinseln machen sie Marmelade daraus, steht im Internet.

Während wir unsere noch dürftigen Wandererfahrungen hier in tierra del fuego mit den Amerikanern austauschen, kommt el zorro aus dem Gebüsch. El zorro colorado, ein Andenschakal, auch Feuerlandfuchs genannt. Neugierig schaut er zu uns, lässt sich nicht aus der Ruhe von ein paar gringos bringen. Dann trottet er weiter, und auch wir. Noch ein Blick auf die Berge, einer auf den Beagle Kanal und auf den Hafen von Ushuaia. Dann steigen wir wieder herab und können es immer noch nicht ganz glauben, wo wir angekommen sind.

E7 Slowenien – Wanderroute

E7 Slowenien – Wanderroute

Unsere Route folgte nur teilweise dem E7. Ziel war es, eine sinnvolle Route ab Bled zu finden und in einem Ort zu enden, der einen Bahnhof hat. Wir haben uns dann für Škofja Loka entschieden. Wir sind mit Zelt im September 2016 gewandert. Die Route war 217 km lang, wir haben dafür 11 Tage benötigt. Übernachtet haben wir teilweise wild, teilweise in Hütten und auf Campingplätzen. Im September waren einige der Hütten bereits geschlossen oder nur eingeschränkt nutzbar.

 

Die folgende GPX-Datei enthält einen individuellen Track, der nicht an allen Stellen den üblichen Wanderwegen vor Ort folgt. Zudem können einige Wege inzwischen anders verlaufen – deshalb sollte man sich nicht allein auf diesen Track verlassen:

Isle of Skye Trail, Schottland: Fotos der Trekking-Tour

Isle of Skye Trail, Schottland: Fotos der Trekking-Tour

Ende September ging es für mich eine Woche lang auf die Isle of Skye – um den Skye Trail von Rubha Hunish nach Broadford zu laufen. Ich bin 6 der Etappen in 5 Tagen gelaufen. Eine Etappe – von Sligachan nach Elgol musste ich aufgrund des schlechten Wetters überspringen. Im Nachhinein eine gute Entscheidung, denn wie ich später erfahren habe, waren dort einige Flüsse aufgrund des Regens so stark angeschwollen, dass eine Überquerung unmöglich wurde.

Ich werde an dieser Stelle in Kürze mehr über die Trekking-Tour berichten, erstmal gibt’s die Fotos auf Flickr:

Nationalpark Triglav, Slowenien: Trekking-Tour in Bildern

Nationalpark Triglav, Slowenien: Trekking-Tour in Bildern

Im Triglav Nationalpark findet man hervorragende Voraussetzungen, um kürzere oder längere Touren mit ordentlich Höhenmetern zu planen – vor allem empfiehlt sich eine Tour zwischen den meist gut ausgestatteten Hütten in den julischen Alpen.

Einige Impressionen der Tour von mir und meinem Bruder von Bled in einem großen Bogen durch den Triglav-Nationalpark nach Skofia Loka in 2 Wochen findet ihr auf Flickr.

 

E7, Slowenien

E7, Slowenien

Mein Bruder und ich ziehen in einigen Wochen wieder unsere Wanderschuhe an. In diesem Jahr haben wir uns Slowenien ausgesucht, was den vielen Tipps unserer Freunde geschuldet ist. Die genaue Tour haben wir noch nicht festgeklopft. Fest ist nur der Startpunkt – Bled – und der Wunsch, ein Stück auf dem E7 zu laufen, der von West nach Ost durch Slowenien führt. Gleichzeitig wollen wir unbedingt ein paar Tage im Triglavski Narodni Park wandern.

Triglav y Valle de Vrata

Es ist gar nicht so leicht, gutes Kartenmaterial und Informationen über den Trail zu finden, aber wir arbeiten daran. Hier der aktuelle Plan der Tour für zwei Wochen.

Wildnis, I like

Wildnis, I like

Ein Jahr nach unserer Trekking-Tour auf dem A.T. bin ich immer noch nicht dazu gekommen, alle meine Journal-Einträge ins Blog zu übertragen. In der Zwischenzeit habe ich ein Editorial in der c’t geschrieben, dass ein bisschen aus unseren Reiseerfahrungen erzählt – vor allem unseren Umgang mit Technik. Hier ist der Link: